Soziale Bindungen sind wichtig

Evangelische Jugend und Diakonie sind Partnerinnen in der Informationswoche zur Suchtprävention


Mit einer Informationswoche wollen die Berufsbildenden Schulen Burgdorf-Lehrte (BBS) ihr Engagement in der Suchtprävention voranbringen. Neben Schülern und Lehrern sind auch Eltern angesprochen.

Wie bei allen Dingen lassen sich auch beim Thema Alkoholmissbrauch nicht alle Schüler über einen Kamm scheren. Doch bei Partys am Wochenende gehört das Trinken von Alkohol für viele Jugendliche dazu. Das hören die Schulsozialarbeiter der BBS, Katja Eggert, Ulrike Bode und Hendrik Alberts bei Erzählungen von den Wochenenden immer wieder. „Das ist in jeder Schule Thema“, sagte der Mediziner Greif Sander vom Präventionsnetzwerk „Du bis gut“ und betonte, dass es das Problem an allen Schulformen gebe.

Die BBS sehen sich in einer besonderen Verantwortung, sagt Ewald. Schließlich werden auch Berufskraftfahrer und Lokführer ausgebildet. Um die angehenden Einzelhändler zu sensibilisieren nehmen die Schulen am Bundesmodellprojekt zur Suchtprävention, „Hart am LimiT“, teil.

In der Informatinswoche sollen die Schüler mit dem Theaterstück „Alkohölle“ und dem Kinofilm „Crash“ für einen verantwortlichen Umgang mit Alkohol sensibilisiert werden. Das „Komasaufen“ ist Thema der Diskussion mit Eltern. Lehrer bilden sich über den Umgang mit der Suchtproblematik bei Schülern fort. „Wenn wir die Jugendlichen vom Alkohol wegbekommen wollen, dann müssen wir ihnen auch Alternativen bieten“, betonte Horst Gohla vom Burgdorfer Jugendzentrum Johnny B.

Das Haus setzt vor allem auf soziale Bindungen. Das Johnny B. ist Kooperationspartner der BBS während der Informationswoche. Auch die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonieverbandes Hannover-Land, die evangelische Jugend im Kirchenkreis und das Präventionsnetzwerk sind Partner. Die Kosten von mehr als 3000 Euro teilen sich die BBS, deren Förderverein, die Sparkasse Hannover und die Region.


Die Eltern sind eingeladen

Um das Thema Suchtprävention nicht nur schulintern anzugehen, laden die Berufsbildenden Schulen Burgdorf-Lehrte im Rahmen ihrer Präventionswoche auch zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Komasaufen“ ein. Die Einladung richtet sich insbesondere an Eltern von Schülern.

Es referieren Andre Heckert vom Team Jugendarbeit der Region Hannover und Christoph Möller von der Therapiestation für drogenabhängige Kinder und Jugendliche „Teen Spirit Island“ (TSI) des Kinderkrankenhauses auf der Bult.

Die Veranstaltung ist am Mittwoch, 17. Februar, im Burgdorfer Johnny B., Sorgenser Straße, und dauert von 18 bis 20 Uhr.

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Lehrte und Sehnde
vom 11. Februar 2010
Red. Stefan Heinze