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Wolfgang Thon-Breuker ist Pastor in der St.-Pankratius Kirchengemeinde Burgdorf |
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In zwei Wochen ist Ostern. Viele hoffen auf frühlingshafte Temperaturen. Der Winter war lang genug. 2 Tage vor Ostern ist immer Karfreitag. Schlechte Nachrichten erwarten uns in den Kirchen: „Jesus ist tot. Das Licht des Glaubens ist erloschen.“ Schlechte Nachrichten wollen wir nicht hören. Viele Menschen entziehen sich der traurigen Botschaft dieses Tages. Der Karfreitag hat sich längst zum beliebten Vergnügungstag im Frühling gewandelt. Wie sollen die Kirchen reagieren? Sollen sie auf schlechtes Wetter hoffen, damit wenigstens ein paar mehr Menschen den Weg in eine Kirche suchen? Sollen sie die traurige Botschaft verschweigen? |
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Die täglichen Nachrichten aus aller Welt erinnern uns daran, wie bedroht das Leben doch ist. Die schrecklichen Erdbeben in Haiti und Chile: Könnte es hier auch ein Erbeben geben? Ein schrecklicher Verkehrsunfall bei uns ganz in der Nähe: Was ist, wenn ich unterwegs bin oder einer meiner Liebsten? Der Amoklauf in Winnenden: Könnte es auch in einer unserer Schulen geschehen? Der Krieg in Afghanistan und die atomare Bedrohung im Iran: Könnte sich das zu einem weltweiten Flächenbrand ausweiten? Finden sich Wege aus der Wirtschaftskrise oder wird sie alles zerstören, was sich Menschen aufgebaut haben? Die täglichen Nachrichten kann ich abstellen. Aber meine eigenen Ängste und Sorgen und Nöte kann ich niemals abstellen. |
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Haben Sie an Karfreitag schon etwas geplant? ich möchte Sie einladen, sich an Karfreitag aus dem hoffentlich wunderschönen Frühlingswetter zu lösen, einen unserer Gottesdienste zu besuchen und sich an die Abgründe der eigenen Seele heran zu tasten. Ich möchte sie weiter einladen, die Farbe schwarz zu ertragen, die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu zu hören, die uns z.B. der Evangelist Matthäus so schonungslos offenbart und die alten Passionslieder zu singen und zu hören, die uns oft so fremd erscheinen. |
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Die Ereignisse um Karfreitag und Ostern wollen uns helfen, mit dem Tod und allen zwischenmenschlichen Problemen zu leben, ohne etwas davon wegzuschieben, ohne zu verdrängen, aber auch: ohne daran zugrunde zugehen. |
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