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Die Spannung der heiligen Woche ist am Palmsonntag greifbar nah. Wie ein Bogen spannen sich die Rufe des Volkes vom „Hosanna dem Sohn Davids“ beim Einzug Jesu in Jerusalem über das „Kreuzigt ihn“ am Karfreitag bis zum „Halleluja. Er ist wahrhaft auferstanden“ am Ostersonntag. In dieser Woche entscheidet sich für die Welt das Heil. Jubel und Trauer, Treue und Verrat, Liebe und Verzweiflung, Angst und Hoffnung prägen diese Zeit, in der wir Christus begleiten sollen. Die Passionserzählung zeigt das Wechselbad der Gefühle. Selbst Jesus kann dies nur im Vertrauen auf Gott durchstehen. |
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Endlich scheint Jesus auf dem Höhepunkt seines Lebens zu sein. Er wird gefeiert. Doch der Erfolg ist nur kurz, der Jubel verstummt schnell und schlägt bald in Ablehnung um – das ist heute oft nicht anders. Wie schnell verliert einer Anerkennung und Bewunderung. Ja, selbst die Spannung der heutigen Liturgie zeigt, wie schnell eine Hochstimmung umschlagen kann. Nicht einmal der heutige Tag darf den Jubel auskosten: Eben noch die Prozession mit den Hosianna-Rufen, und schon wenig später wird uns die Passion zugemutet. Was für ein Kontrast, welch ein Wechselbad der Gefühle. So schnell ändert die Menge ihre Meinung. Und dabei ist es erst der Anfang einer Kette von Enttäuschungen. Jesu Begleiter werden folgen: Sie verraten ihn. |
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Und wir? Wir sind Teil dieser Menge. Wo stehen wir? Eine Spur legt Jesaja in der Lesung aus dem dritten Gottesknechtslied. Ein Mensch nach dem Herzen Gottes ist ein hörender Mensch. Er ist an seinem Reden und Handeln zu erkennen und bewirkt Gutes. Dieses Hören bedarf der täglichen Übung. Gott weckt jeden Morgen mein Ohr, öffnet es, will, dass ich ihn höre, aufhorche, hinhöre. Gott selbst ist einer, der erhört und sich erbarmt. Aufmunterndes Reden und die Bereitschaft zum Hören – beides bedingt sich wechselseitig. |
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Zum Nachlesen Jesaja 50, 4 - 9 |
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Autor: Diakon Hartmut Berkowsky, Diakon in der katholischen St.-Nikolausgemeinde Burgdorf |
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