Benefizz-Laden erinnert an Blumenthal

Jochen Kannegiesser liest aus "Die Gläserne Wand"


„Die Gläserne Wand – Ein Burgdorfer Roman“ lautet der Titel der autobiografischen Erinnerungen von Ernst Pinchas Blumenthal an seine Kinder- und Jugendzeit in Burgdorf 1915 bis 1930. Der ökumenische Benefizz-Laden will mit Aktionen auf den Roman aufmerksam machen, in dem der Adoptivsohn des letzten Burgdorfer Rabbis Meyer Löwenstein das Leben der jüdischen Minderheit „in der kleinen Stadt am Südrand der Heide“ schildert.

Dazu gehört nicht nur die entsprechende Dekoration des Benefizz-Schaufensters an der Hannoverschen Neustadt. Für morgen um 19.30 Uhr lädt der gemeinnützig arbeitende Kirchenladen auch zu einer Lesung und weiteren Informationen über das Leben von Ernst Pinchas Blumenthal ein.

Jochen Kannegießer wird ausgewählte Episoden aus dem Roman „Die Gläserne Wand“ lesen. Agnes und Wolfgang Meine, die vor 30 Jahren Blumenthal zu Gast in Burgdorf hatten, wollen von ihren Begegnungen mit dem Autor erzählen. Und der frühere Pastor Rudolf Bembenneck wird Einblicke in dessen Leben mithilfe von Dokumenten geben, die Blumenthals Witwe und seine Kinder ihm anvertraut haben.

Der im Jahr 2004 herausgekommene Burgdorf-Roman Blumen-thals, der als Kind im Haus Louisenstraße 4 gelebt hat, war schon nach kurzer Zeit vergriffen. Deshalb musste eine zweite Auflage gedruckt werden.

Der Verlag hat nach Bembennecks Angaben nun erlaubt, dass der Benefizz-Laden das Buch statt für die sonst üblichen 16 Euro zum Sonderpreis von zehn Euro verkaufen darf. Davon sollen jeweils fünf Euro den sozialen und pädagogischen Projekten zugute kommen, die seit Jahren von Benefizz gefördert werden.

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Uetze
vom 5. Mai 2010
Red. Norbert Korte