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Ein Christuskopf aus Marmor ziert seit Kurzem wieder die Hänigser St.-Petri-Kirche. Als das Gotteshaus vor fast 50 Jahren renoviert wurde, war das Bildnis auf dem Dachboden des Pfarrhauses eingelagert und dort vergessen worden. |
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Bei Nachforschungen hat der Hänigser Heimatbundvorsitzende Peter Brandes in Erfahrung gebracht, dass die steinerne Jesusdarstellung weit mehr als 150 Jahre alt ist und mindestens 70 Jahre in der St.-Petri-Kirche hing. So erwähnte sie der frühere Hänigser Pastor Hermann Meyer in der 1934 erschienenen Ortschronik: „An der Wand über dem Kirchenvorsteherstuhl hängt ein Christuskopf, eine alte florentinische Arbeit.“ |
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Als die Hänigser die St.-Petri-Kirche 1964 renovierten und erweiterten, wurde das Marmorbild aus dem Gotteshaus entfernt und auf dem Boden des Pfarrhauses eingelagert. Dort geriet das Bildnis zunächst in Vergessenheit. |
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Als der Christuskopf im Jahr 1990 wiedergefunden wurde, wäre er beinahe im Müll gelandet. „Der damalige Pastor hatte kein Interesse daran“, erinnert sich Brandes. Um die Marmorarbeit zu retten, hat der Hänigser sie damals in die Heimatstube gebracht und dort aufbewahrt. |
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Im Namen des Heimatbundes beantragte er in diesem Jahr beim Kirchenvorstand, den Christuskopf wieder in der St.-Petri-Kirche aufhängen zu dürfen. Nachdem der Kirchenvorstand zugestimmt hatte, platzierten Brandes und Werner Schmidt, die beide ehrenamtlich für die Kirchengemeinde arbeiten, das Marmorbild über dem Ausgang, der in der Regel nur bei Hochzeiten geöffnet wird. |
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„Der Christuskopf passt da gut hin“, sagt Pastor Ralf Halbrügge. Von dort aus blicke der dargestellte Jesus in Richtung Altar und gebe somit die Richtung vor. „Das ist eine schöne Symbolik“, sagt Halbrügge. Der Kirchenvorstand habe dem Antrag auch zugestimmt, weil es nur wenig alte Dinge in der Hänigser Kirche gebe. |
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aus: Hannoversche Allgemeine Zeitung Anzeiger für Burgdorf und Uetze vom 29. Mai 2010 Red. Friedrich-Wilhelm Schiller |
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