Kirche eröffnet einen Secondhandladen

Überschuss ist für arme Kinder besimmt


Die Kirchengemeinde Hänigsen-Obershagen eröffnete am Sonntag, dem 27. Juni ihre Kleiderkammer „Das Gelbe Haus“ in Hänigsen, Brandstraße 9. Der Erlös aus dem Altkleiderverkauf soll dem Netzwerk für Kinder zugutekommen, das aus dem Arbeitskreis Arme Kinder hervorgegangen ist.

Das gelbe Haus wird montags und donnerstags jeweils von 9 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein. Dann kann man dort Secondhandkleidung kaufen und getragene Kleidungsstücke abgeben.

Obwohl der Erlös für Kinder aus sozial benachteiligten Familien bestimmt ist, hoffen die elf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, Kunden aus allen Bevölkerungsschichten zu gewinnen. „Wir haben Kleidung für jeden Geldbeutel“, sagt Rosalie Schlicht. „Wir müssen zunächst mal Geld für die Raummiete verdienen“, betont Pastor Ralf Halbrügge. Der Betrag, der die Miete übersteige, gehe an das Netzwerk für Kinder.

Außer dem Kleiderverkauf im Laden sollen auch Altkleidercontainer, die eine Uetzer Firma aufgestellt und mit dem Logo der Kirchengemeinde versehen hat, Geld in die Kasse bringen. Die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer bitten darum, nur gut erhaltene Kinder- und Erwachsenenkleidung direkt im Gelben Haus abzugeben und die übrige, weniger tragbare Kleidung in die gekennzeichneten Container zu werfen.

Halbrügge setzt auch auf Spenden. Die Bereitschaft, etwas für arme Kinder zu geben, sei groß. Da hätten die Spender das Gefühl, dass das Geld sinnvoll in der Gemeinde verwendet werde, erläutert der Pastor. Die Idee, den Secondhandladen Gelbes Haus zu nennen, hatte Marianne Lefeld. Unter der Bezeichnung sei er leicht zu finden, weil kein anderes Gebäude in der Nähe gelb gestrichen sei, sagt sie. Man habe einen Namen gesucht, der freundlicher als Kleiderkammer klinge, fügt Halbrügge hinzu.


aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Uetze
vom 24. Juni 2010
Red. Friedrich-Wilhelm Schiller, Uetze