Klare Linien bestimmen den Bau

Die Kindertagesstätte Nordwest ist am Tag der Architektur ein Vorzeigeprojekt


Baulich hat die neue Kindertagesstätte Nord-West viel zu bieten. Etwa 15 Burgdorfer, darunter der Erste Stadtrat Dagobert Strecker, ließen sich gestern um 11 Uhr die Besonderheiten des Gebäudes erläutern.

Die Architekten Michael Aselmeier und Dieter Lippitz stellten ihr Konzept selbst vor. Die für 80 Kinder in je zwei Kindergarten- und Krippengruppen konzipierte Anlage, die durchaus auch als Doppelhaus nutzbar wäre, besticht durch großzügige, helle Räume. Durchgehend bespielbar sollte der Bau laut Aselmeier sein, und trotzdem Krippen- und Kindergartenbereich voneinander trennen.

„Die Hülle ist in etwa die eines Niedrigenergiehauses,“ sagte der Architekt. Alternative Energie wird in Form einer großflächigen, mit einem Peak von 66 Kilowattstunden sehr leistungsfähigen Fotovoltaikanlage auf den Dachflächen eingesetzt. Dadurch werde mehr Strom erzeugt als der Kindergarten selbst verbrauche, erläuterte Aselmeier.

Das Außengelände, das sich wunderbar in den umliegenden Grüngürtel einfügt, setzt den klaren Formen des Hauses sogenannte organische Formen einer Hügellandschaft entgegen. Terrassenförmig angelegt und mit vielen Pflanzen und Materialien wie Sandstein und Stahl bestückt, bietet das Gelände auf circa 5000 Quadratmetern sowohl den Kleinen als auch den Größeren viele Spielmöglichkeiten – vom Bobbycar-Rundweg, über einen Rutschturm bis zu einem kombinierten Sand-Wasser-Spielplatz. Die Besucher wie das in der Nähe wohnende Ehepaar Barbara und Manfred Koenig nahmen alles genau unter die Lupe und waren von den vielen durchdachten Details sehr angetan.

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Uetze
vom 28. Juni 2010
Red. Sandra Köhler, Burgdorf